Im
April 1985 wurde die Spielstätte des damals neben den Drei Tornados
bekanntesten Szenekabaretts, des CaDeWe (Cabarett des Westens)
nach dessen Auflösung von der Berliner Kabarettgruppe COMPAGNIA MASTODONTICA
übernommen. Die dreiköpfige Truppe hatte zuvor bereits veranstalterische
Erfahrungen mit dem von ihr gegründeten Kabarett- Theater "WELTBÜHNE"
in der Kreuzberger Oranienstraße sammeln können.
Nach
einem anfänglichen Wechsel von Eigenproduktionen und Gastspielen
wurde das MEHRINGHOF THEATER nach dem Wegzug eines Gründungsmitgliedes
der COMPAGNIA bald zu einem reinen Programmtheater in Sachen Kabarett
umstrukturiert.
Seit dieser Zeit bietet das MEHRINGHOF THEATER seinen max. 250 Besuchern
an fünf Tagen in der Woche professionelles und engagiertes Kabarett,
den KünstlerInnen sorgfältige Gastspielvorbereitung und -betreuung
und die Möglichkeit, ihr Programm einem breiten Publikum vorstellen
zu können.
Im Laufe der Jahre hat sich das Theater sich zu einer der ersten Adressen
des deutschsprachigen - und mit Vorliebe politisch - unterhaltsamen -
Kabarettsin Deutschland entwickelt. Dabei wird möglichst so gewirtschaftet,
daß erfolgreiche Größen wie Volker Pispers, Kurt Krömer,
Horst Evers,
Fil oder Marc-Uwe Kling, die das Publikum in Scharen anziehen, begabte,
aber noch nicht so bekannte Kollegen wie Max Uthoff oder Nils Heinrich
mittragen.
Wir versuchen als Veranstalter eine permanente Bestandsaufnahme des deutschsprachigen
Kabaretts zu leisten. Deshalb verstehen wir diese Spielstätte
auch als infrastrukturelle Einrichtung der hiesigen Kabarettszene, wo
sich sowohl noch unbekanntere Gruppen und Einzelkünstler
als auch die Prominenz dieses Genres eine Garderobe teilt.
Mittlerweile sind im Mehringhof-Theater 132 Künstler oder Gruppen
mit 359 unterschiedlichen Programmen aufgetreten,
darunter befanden sich 83 Weltpremieren und 226 Berlin-Premieren. All
diese Programme wurden von über 700.000 Zuschauern besucht.
Außer Kabarett kommen hier auch Comedy, Musikkabarett und Impro-Theater
auf die Bühne.
Das Mehringhoftheater ist in seiner Konzeption nicht auf die Abhängigkeit
von privaten oder staatlichen Subventionen und der damit verbundenen
möglichen Einflußnahme ausgerichtet.
Das Mehringhoftheater finanziert Programmbetrieb und Lebensunterhalt seiner
Mitarbeiter ausschließlich aus dem Kartenverkauf,
bei bezahlbaren Eintrittspreisen, und einer Pausenbewirtschaftung.
Die Bühne lebt von und mit der Qualität seines Programmes, bzw.
dessen Wertschätzung seitens seines Publikums. Wie jedes Projekt
im Mehringhof,
ist auch das Theater wirtschaftlich selbständig.
Nach nunmehr
sechsundzwanzigjährigen Bestehen hat sich das "MEHRINGHOF THEATER"
auf hohem Niveau konsolidieren können.
Es ist gelungen, einen breiten Künstler- und Freundeskreis, sowie
neben den zahlreichen Berlinbesuchern ein wachsendes Stammpublikum
an diese Bühne zu binden, der auch in Zukunft die weitere Entwicklung
dieses Theaters beeinflußen und unterstützen wird.
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