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Mehringhof - Theater / Berlin
Kabarett - Comedy - Kleinkunst
JAN KOCH - Liederabend
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Weitere Infos
unter:

www.jankoch.org

 

20.04. 20.00 Uhr

Karten : 15,- / Ermäßigt 10,- €

Hey Jan! Spiel unser Lied.
Norbert Tefelski / Tagesspiegel


REIMZEIT Bei Jan Kochs „Liederabend“ begegnen sich
Literatur und Musik auf Augenhöhe

Von der Schwierigkeit, Jan Koch zu schubladisieren, kündet schon der Pressetext: „Fürs Kabarett ist er zu melancholisch, für die gehobene Lyrik zu verständlich, für Deutschrock zu tief- schürfend und zu allein.“ Was also ist er? Gewiss ein bodenständiger Poet,
der sein Wortwerk perfekt beherrscht und all jene Lügen straft, die behaupten, das Jungvolk interessiere sich nicht mehr für Literatur – zumal für Lyrik! Als preisgekrönter Poetry- Slammer begeistert der Dreißigjährige mit seinem souveränen Vortrag, den er erst
im zweiten Schritt mit Gitarrenbegleitung bereicherte.
Damit ergänzt er die nicht totzukriegende Liedermacherei um eine sprachfunkelnde Variante. Bemerkenswert vielseitig führt er durch sein schlicht „Liederabend“ betiteltes Programm, bekennend romantisch, aber auch ätzend ironisch. Etwa in seinem heimlichen Hit „Wieso Berlin?“, in dem der Wahlberliner schwäbischer Herkunft die üblichen Metropolen-Hymnen spöttisch konter- kariert.
Das Werk ist zu episch, um hier abgedruckt zu werden –
doch auch die nebenstehenden Texte demonstrieren
die Qualität des Koch’schen Songwritings. eNTe



Jan Koch ist ein künstlerischer Maulwurf: Er bleibt nie an der Oberfläche und wo immer er auftaucht, hinterlässt er einen Hügel fruchtbarer Erde und einige, die andächtig seine Rückkehr erwarten. Fürs Kabarett ist er zu melancholisch, für die gehobene Lyrik zu verständlich, für Deutschrock zu tiefschürfend und zu allein.

Mit einer schönen Gitarre, einer echten Stimme und leisem, unaufdringlichem Humor ausgestattet, füllt er die Bühne einfach aus. Hingabe und Bedacht sind der Stoff, aus dem diese Lieder und gerne auch mal Gedichte gemacht sind, und mit Hingabe und Bedacht werden sie auch vorgetragen. Es fehlt nicht an Komik und Ironie, aber sie machen bisweilen Pause. Die Stücke sind allesamt verwegen und verschlagen und siedeln in sicherer Distanz zum Belanglosen.

Hier wird erst dann gesungen oder gesprochen, wenn es tatsächlich etwas zu sagen gibt, und die Musik ist in ihrer Vielseitigkeit und in ihrem Ausdruck mehr als nur ein Vehikel für die Texte.

Zu erleben gibt es unter anderem das abgründigste Mailied, die nüchternste Betrachtung der Bohème und den verschlafensten Protestsong.

Ein schlaues und herzhaftes Programm